Zehnjahresplan legt Maßnahmen für den Stadtwald Oppenau fest

Zehnjahresplan legt Maßnahmen für den Stadtwald Oppenau fest
Zehnjahresplan legt Maßnahmen für den Stadtwald Oppenau fest | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

Regierungspräsident Carsten Gabbert und Vertreter aus Kommune und Landkreis haben in Oppenau die Pläne für die künftige Bewirtschaftung des Stadtwalds vorgestellt. Fachleute erläuterten vor Ort die Vorgehensweise bei der Erstellung des Zehnjahresplans und die Schwerpunkte der kommenden Jahre.

Zehnjahresplan für rund 2000 Hektar

Forsteinrichter und Revierförster konkretisierten im Rahmen intensiver Waldbesichtigungen, welche Maßnahmen auf knapp 2000 Hektar in den nächsten zehn Jahren vorgesehen sind. Ein Schwerpunkt ist die Verjüngung älterer Tannenbestände, um Licht und Raum für eine nachfolgende Waldgeneration mit einem höheren Anteil an Mischbaumarten zu schaffen. Die Gemeinde plant, den Entwurf des Plans Ende Mai vom Gemeinderat beschließen zu lassen.

Umfang und Abstimmung der Forsteinrichtung

Die Forstdirektion des Regierungspräsidiums Freiburg begleitet kommunale Waldbesitzer in Baden Württemberg bei der Zukunftsplanung. Landesweit sind die Fachleute gemeinsam mit den örtlichen Revierleitungen jährlich auf knapp 60 000 Hektar in etwa 100 Kommunalwäldern tätig. Im Ortenaukreis wurden im vergangenen Jahr rund 10 000 Hektar in 13 Kommunalwäldern und vier Waldgenossenschaften bearbeitet. In diesem Jahr sollen mehr als 5000 Hektar Wald von zehn Städten und Gemeinden neu beplant werden.

Arno Mattes, Leiter des zuständigen Referats am Regierungspräsidium, erklärte, dass Forsteinrichtungspläne alle zehn Jahre erstellt werden und festlegen, was wo und wie häufig im Wald zu tun ist. Dabei würden die Ziele der Eigentümer und rechtliche Vorgaben ebenso berücksichtigt wie das ausgewogene Verhältnis aller Waldfunktionen. Die Erstellung der Pläne sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Forsteinrichtenden und Revierförstern, die für jeden Waldort spezifische Ziele und Pflegemaßnahmen entwickeln.

Klimaanpassung und Waldfunktionen

Bei der Exkursion betonten die Beteiligten die Dringlichkeit der Anpassung an den Klimawandel. Carsten Gabbert verwies darauf, dass die Folgen der Erwärmung für die Wälder deutlich sichtbar sind und dass die Anpassung an den Klimawandel eine zeitkritische und anspruchsvolle Aufgabe sei. Ziel der Forsteinrichtung sei es, die Weichen in der Waldpflege so zu stellen, dass die Wälder auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

Yvonne Bierer, Forstbezirksleiterin für den Bezirk Oberkirch, hob die Bedeutung des Waldes als CO2 Speicher hervor und sprach sich zugleich für die verstärkte Nutzung klimafreundlicher Holzprodukte und Holzbau aus. Sie wies darauf hin, dass bei der Planung auch Erholungsnutzung und der Einfluss auf Wasser in Quellschutzgebieten berücksichtigt werden müssten. Michael Großer, Dezernent für den Ländlichen Raum im Ortenaukreis, lobte die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Bürgermeister Uwe Gaiser betonte, dass eine nachhaltige und naturnahe Bewirtschaftung des Waldes höchste Priorität habe und das neue Forsteinrichtungswerk die Grundlage für einen gesunden, ökologisch wertvollen und wirtschaftlich tragfähigen Wald für künftige Generationen lege.

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