Martinstor in Freiburg wird in der Nacht zum 12. Mai blau beleuchtet zugunsten von ME/CFS-Betroffenen

Martinstor in Freiburg wird in der Nacht zum 12. Mai blau beleuchtet zugunsten von ME/CFS-Betroffenen
Martinstor in Freiburg wird in der Nacht zum 12. Mai blau beleuchtet zugunsten von ME/CFS-Betroffenen | Bild: Avi1111 dr. avishai teicher / CC BY-SA 4.0

Die Stadt Freiburg beteiligt sich am Internationalen Tag der Aufklärung über ME/CFS am 12. Mai. In der Nacht zum Dienstag wird das historische Martinstor in blauem Licht angestrahlt. Mit der Aktion soll auf die Erkrankung myalgische Enzephalomyelitis, auch bekannt als chronisches Müdigkeitssyndrom, sowie verwandte Erkrankungen aufmerksam gemacht werden.

Lokale Aktion und Begleitveranstaltung

Die Beleuchtung des Martinstors findet im Rahmen der weltweiten Initiative LightUpTheNight4ME statt. Sozialbürgermeister Roland Meder wird bereits am Samstag, 9. Mai, ein Grußwort halten bei einer Demonstration auf dem Augustinerplatz, bei der Teilnehmende im Liegen auf die Lebenssituation von Betroffenen aufmerksam machen.

Weltweite Sichtbarkeit durch blaue Beleuchtungen

Die Aktion verbindet an dem Abend weltweit Wahrzeichen und öffentliche Gebäude. Im Vorjahr wurden in Deutschland mehr als 270 Objekte beteiligt, darunter der Botanische Garten in Berlin, die Lanxess Arena in Köln und die Bauhaus Universität in Weimar. Ziel der Beleuchtungen ist es, Aufmerksamkeit für die Erkrankung und ihre Folgen zu schaffen.

Erkrankungsbild und Folgen für Betroffene

ME/CFS kann nach verschiedenen Infektionen auftreten. Über die genauen Entstehungsfaktoren und belastbare Behandlungsmethoden ist bislang nur wenig bekannt. Nach Schätzungen sind in Deutschland etwa 650 000 Menschen betroffen.

Viele Betroffene erfahren Einschränkungen der Teilhabe am öffentlichen Leben. Besonders schwer erkrankte Personen sind stark auf sich allein gestellt. Sie verbringen den Alltag häufig in abgedunkelten Räumen und müssen sich vor äußeren Reizen, etwa Geräuschen, schützen.

Appell für mehr Sichtbarkeit und Forschung

Die Beleuchtungsaktion soll sowohl das öffentliche Bewusstsein schärfen als auch auf die Notwendigkeit weiterer Forschung und Unterstützung für Betroffene hinweisen. Kommunen, Initiativen und Einzelpersonen nutzen das blaue Licht, um ein deutliches Zeichen zu setzen und die Lebensrealität der Erkrankten sichtbarer zu machen.

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